Hintergrund und Ziele

Die Stadt Osnabrück setzt sich bereits seit vielen Jahren für den kommunalen Klimaschutz ein. Unter anderem beteiligt sich Osnabrück am „Masterplan 100% Klimaschutz“ mit dem Ziel, bis 2050 eine Reduktion der Treibhausgasemissionen von 95% gegenüber 1990 zu erreichen. Diese anspruchsvolle Zielsetzung erfordert quartiers- bzw. stadtteilweite integrierte Ansätze.

Im KlimaQuartier und Sanierungsgebiet Gartlage-Süd soll nun exemplarisch gezeigt werden, wie Energie durch vernünftige Sanierung und Nutzerverhalten eingespart bzw. effizienter eingesetzt werden kann.

Die energetischen Verbesserungspotenziale

Potenziale für eine Einsparung und einen effizienteren Einsatz von Energie bestehen besonders in der Sanierung der Gebäude und der Umstellung der Energieversorgung. Der Energiebedarf für Raumwärme könnte allein durch Umsetzung von Dämmmaßnahmen um ein Drittel gesenkt werden.

In Gartlage-Süd bestehen große Potenziale im Hinblick auf die Energieeffizienz und eine Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien bei der Wärmeversorgung. 91% der vorhandenen Heizanlagen im Quartier sind konventionelle Kessel oder Thermen, nur 9% Brennwertkessel. Neben einem einfachen individuellen Kesseltausch sind Nahwärmenetze mit zentraler Feuerung für Teilbereiche des Quartiers eine zukunftsweisende Möglichkeit. Auch der weitere Zubau an Photovoltaikanlagen – möglich wäre eine Verfünffachung der aktuellen Leistung – ist ein Ansatzpunkt zur Verbesserung der Energiebilanz des Quartiers. Ergänzende positive Impulse für das Quartier und dessen Energiebilanz können über Angebote erreicht werden, die die Verbraucher beim Energiesparen unterstützen, z. B. die Verbesserung des klimafreundlichen Mobilitätsangebots.

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